Krypto-Startups können keine Bankkonten in Deutschland eröffnen

Zuvor hatten Berichten zufolge mehr als 40 Banken Interesse an der neuen deutschen Krypto-Custody-Lizenz bekundet und wollten die Verwahrungsdienste anbieten. Diese Firmen muessen sich aber moeglicherweise immer noch mit einer Anti-Crypto-Stimmung unter den deutschen Banken abfinden. Krypto-Startups sehen sich in Deutschland mit der Ablehnung von Banken konfrontiert.

Banken kämpfen mit Unsicherheit

Crypto Finance AG mehrfach abgelehnt

Im Laufe des vergangenen Jahres eröffnete die Schweizer Crypto Storage AG, eine Tochtergesellschaft der Crypto Finance AG, in Frankfurt eine deutsche Niederlassung mit dem Namen Crypto Storage Deutschland GMBH. Die Firma eröffnete eine Niederlassung in Deutschland, um die Lizenz zu beantragen, aber etwa 15 Banken lehnten die Firma ab, bevor sie ihre jetzige Bank fand. Auch andere Krypto-Startups im Land stehen vor ähnlichen Herausforderungen.

„Es gibt keinen rechtlichen Grund für Banken, Krypto-Startups Dienstleistungen zu verweigern“.

Matthias Winter, ein Partner von Eversheds Sutherland Deutschland, sagte, dass sie Anrufe von mehreren Krypto-Firmen erhalten, die auf den deutschen Markt gehen wollen, um sich regulieren zu lassen. Viele von ihnen haben dieses Problem. Die Kanzlei arbeitet direkt mit den deutschen Regulierungsbehörden zusammen, um herauszufinden, wie das Gesetz durchgesetzt werden soll. Matthias Winter bemerkte auch, dass es keinen rechtlichen Grund gibt, warum die Banken keine Bankkonten anbieten würden, aber sie zögern, weil sie das Geschäft nicht verstehen.

Die BaFin wird Unsicherheiten bei der Krypto-Custody-Lizenzierung klären

Viele Kryptofirmen und Institutionen haben noch viele Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Beantragung der Krypto-Custody-Lizenz in Deutschland, die die BaFin im Laufe der Zeit klären wird.

Die Branche kämpft noch immer mit der Art von Aktivitäten, die als Krypto-Custody qualifiziert werden könnten, sagte Daniel Resas, assoziierter Partner bei Schnittker Möllmann Partners in Hamburg. Die Kanzlei berät Banken bei Blockchainprojekten.

Er bemerkte weiter, dass die Krypto-Börsen als Krypto-Verwahrer zählen könnten, aber wenn das Geschäftsmodell das Abstecken oder Einbringen eines Krypto-Assets in einen intelligenten Vertrag für einen begrenzten Zeitraum beinhaltet, dann ist nicht klar, ob dies nach dem derzeitigen deutschen Recht als Krypto-Verwahrung angesehen würde.